In der Schule findet eine heterogene Gruppierung der Schüler statt, die zur Bildung von Stammgruppen (Jahrgangsstufen 1-3 / 4-6 /7-9) führt. Von der Jahrgangsstufe 10 an wird die wissenschaftsorientierte Ausbildung in abschlussbezogenen Lerngruppen weitergeführt.
In allen Stamm- und Lerngruppen wird das Lernniveau des Einzelnen berücksichtigt. Differenzen in Entwicklungstempi, Stärken, Schwächen, Interessen und Desinteressen werden wahrgenommen, anerkannt, genutzt und durch individuelle Lerntagebücher angesprochen, entwickelt und umgesetzt. Der einzelne Schüler erlebt so die Erweiterung seiner sozialen und fachlichen Kompetenzen. Das Unterrichtsangebot umfasst neben dem Pflichtbereich einen nach oben hin zunehmenden Wahlbereich. Die Unterrichtsorganisation ermöglicht den Schülern eine Schwerpunktbildung entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen. So können individuelle Lern- und Abschlussprofile aufgebaut werden.
In allen Jahrgangsstufen und bei laufbahnrelevanten Veränderungen ist eine beratende und offene Eltern- und Schülerberatung von besonderer Bedeutung.
In den Stammgruppen 4-6 erfolgt eine binnendifferenzierte Unterstützung, z.B. durch Team-teaching, zusätzliche Materialien, Lernpartner als Experten, Wochen- und Werkstattplänen und andere Fördermaßnahmen. Die Wahlarbeitsmaterialien setzen unterschiedliche Schwerpunkte:
- Der behandelte Stoff wird geübt und wiederholt.
- Sie leisten eine Ergänzung zu dem behandelten Stoff.
- Sie fördern die selbstständige Erarbeitung neuer Themengebiete.
- Sie schulen die Eigen- und Fremdverantwortung, Rücksichtnahme und Kooperation.
In den Stammgruppen 7-9 findet neben der Binnendifferenzierung eine äußere Fachleistungs-differenzierung in ausgewählten Fächern entsprechend den staatlichen Vorgaben statt.5 Die Angebotsdifferenzierung in Basis- und Erweiterungskurse erlaubt den Jugendlichen, unterschied-liche Schwerpunkte zu setzen. Sie wählen ein Gebiet, auf dem sie sich besonders profilieren möchten.
Entsprechend dem musikalischen Profil der Christlichen Gemeinschaftsschule werden in den jahrgangsübergreifenden, 90 minütigen Musikwahlpflichtkursen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten erweitert und spezialisiert. Die sich in der Jona-Grundschule bewährten Musikkurse werden mit Musikpädagogen und außerschulischen Kooperationspartnern auf einem höheren Niveau weitergeführt und unterstützen die ganzheitliche Erziehung der Heranwachsenden.
Naturwissenschaft und Technik sind besonders wichtige Elemente der Lebenswelt der jungen Menschen. In dem naturwissenschaftlichen Unterricht werden Phänomene aus Natur und Technik durch entdeckendes, handlungsorientiertes, kreatives und kooperatives Lernen wahrgenommen, hinterfragt und erklärt. Dazu stehen z.B. Nawi-Wagen zur Verfügung, die mit einer Grundaus-stattung zu ausgewählten Themen zum selbstständigen Experimentieren und Forschen einladen. Fächerübergreifende natur- und gesellschaftswissenschaftliche Werkstattthemen (fächer-übergreifende Projekte) werden von den Fachteams für die einzelnen Jahrgangsstufen geplant. Materialien werden vorbereitet und aufgearbeitet, so dass ein selbstständiges und kooperatives Arbeiten möglich ist. Teamarbeit, die Bibliothek und die „Lernwerkstatt“ für die Pädagogen unterstützen diese Vorgehensweise.
Die Schüler fertigen drei größere theoretische oder praktische Jahresarbeiten (8.,9.,10. Schuljahr) an, die sie selbstständig mit Unterstützung durch einen Mentor planen, strukturieren, ausarbeiten und präsentieren müssen.Nach dem erfolgreichen Besuch der Jahrgangsstufe 9 erhalten die Schüler die Berufsreife bzw. die Berufsreife mit Leistungsfeststellung.
Von der 10. Jahrgangsstufe an werden die Lerngruppen entsprechend den Bildungsgängen abschlussbezogen unterrichtet. Die äußere Fachleistungsdifferenzierung in den Fächern Mathematik, Deutsch, 1. Fremdsprache und in einem naturwissenschaftlichen Fach bleibt erhalten und die Schüler nehmen neben der 2. Fremdsprache am Wahlpflichtunterricht in den Profilierungen Mathematik/Naturwissenschaften, Arbeit-Wirtschaft-Technik und Informatik, Gesellschaftswissenschaften, Musik oder 3. Fremdsprache teil. Die Schüler orientieren sich an den individuell bestimmten Bildungsziel und setzen Schwerpunkte entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen.
Die Heranwachsenden haben die Möglichkeit, die Mittlere Reife sowie die Fachhochschul- und die Hochschulreife zu erwerben.
Die selbstständige und gemeinsame Bewältigung komplexerer Lernanlässe orientiert sich zunehmend an den Anforderungen in Studium und Beruf. Die Methodenkompetenz der Schüler wird weiterhin und zunehmend im Sinne eines wissenschaftspropädeutischen Arbeitens gefördert. Weiterhin stattfindende Zusatzangebote in der Mittagsfreizeit, z.B. ein Schreibmaschinenkurs, handwerkliche Aktivitäten, Jugendleiterkarte etc. in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, dienen dem Sammeln von Erfahrungen und der Vorbereitung auf die Lehre oder das Studium.
Trotz der äußeren Differenzierung sollen immer wieder Möglichkeiten genutzt werden, bildungsgangsübergreifende sowie fächerverbindende Kurse und Projekte anzubieten.
